Die Chefin der Europäischen Kommission hat bewusst hohe Erwartungen geweckt. Als Ursula von der Leyen (CDU) im Januar in Davos redete, versprach sie nicht weniger als „die Schaffung einer neuen, wahrhaft europäischen Unternehmensstruktur“. Ein einheitliches Regelwerk für Wachstumsfirmen in Europa, versehen mit dem griffigen Titel „EU Inc.“, soll „nahtlos in der gesamten Union“ gelten – und all die Grenzen einreißen, an die Start-ups stoßen, wenn sie in mehr als nur einem Mitgliedstaat tätig sein wollen. Der Gesetzesvorschlag der Kommission werde „ein echter Gamechanger“ sein, hieß es dazu in Kreisen der Bundesregierung.
